Nachhaltigkeitspreis für breites Spektrum an Aktivitäten

Siegburg. Wie reduziere ich meinen ökologischen Fußabdruck für eine bessere Zukunft? Wie verhalte ich mich, um nicht zu viel Müll zu produzieren? Wie lange dauert es, bis ein Coffee-to-go-Becher abgebaut wird? Unter der Leitung von Schulsozialpädagogin Kathrin Stein gehen die Schülerinnen und Schüler auf dem Deichhaus im Rahmen vielfältiger Projekte verschiedensten Fragen nach und überlegen, wie Nachhaltigkeit und Klimaschutz in den Alltag der Hans Alfred Keller-Schule integriert werden können.

Kinder und Jugendliche anzuregen, zu hinterfragen, wie sie künftig lernen, handeln und leben wollen und damit einhergehend einen bewussten Umgang mit Lebensmitteln und Ressourcen zu fördern, ist Ziel des Nachhaltigkeitspreises 2022. Im Rahmen des Agenda-Fonds entschied der Ausschuss für Umwelt- und Klimaschutz, 3.500 Euro an Siegburger Schulen zu vergeben. Die Hans Alfred Keller-Schule und die Adolf-Kolping-Schule nahmen am Ideenwettbewerb teil und reichten kreative Projekte ein, das bereitgestellte Preisgeld wird zu gleichen Teilen an beide Bewerber ausgeschüttet. Gerne möchten wir Ihnen einige der Projekte vorstellen.

Auf dem Deichhaus wanderten eine Bananenschale, Schwamm, Korken, Kaffeebecher und Kaugummi beim Experiment Müllfriedhof ein Jahr lang unter die Erde, um herauszufinden, wie lange es dauert, bis Abfall verrottet. Der Nachhaltigkeitskalender, der in allen Klassen hängt, rückt monatlich eine andere Energiespar- oder Klimaschutzmaßnahme in den Fokus. Mal geht es um Wassersparen, mal um "Müll" in der Brotdose oder darum, dass überschüssige Kopien als Schmierpapier verwendet werden können und nicht umgehend im Papierkorb landen müssen. Nachhaltige, vegane Hot Dogs versorgten Gäste auf dem Frühlingsfest, zur Martins-Feier wurden Eltern gebeten, eigenes Geschirr mitzubringen. Eigens im Schulgarten angepflanzte Kräuter, Mangold, Salat und Erdbeeren werden regelmäßig geerntet und zu einem gesunden Mittagessen verarbeitet. Für die ins Leben gerufene Tauschbörse bringen die Mädchen und Jungen ausgedientes Spielzeug, Kleidung und Dinge, die nicht mehr genutzt werden, mit zur Schule, um sie mit den anderen Kindern zu tauschen. Im Vorfeld überlegen sie gemeinsam, für wie viele Tauschpunkte die Gegenstände über die Theke gehen sollen und lernen neben Achtsamkeit und Wertschätzung spielerisch auch zu rechnen. Wöchentlich trifft sich die Umwelt-AG, spricht über Wassersparen beim Händewaschen oder nachhaltige Verpackungen des Pausenbrots, stellt dafür gemeinsam Wachspapier im Unterricht her. Um auch über die Landesgrenzen hinaus die Ursachen des Klimawandels zu verstehen und selbst aktiv zu werden, arbeiten die Pänz im Rahmen des europäischen Austauschprojekts Erasmus+ mit Schulen aus den Niederlanden, Italien und Spanien zum ökologischen Fußabdruck zusammen, beschäftigen sich mit Upcycling und Wiederverwertung. 

Anfang nächster Woche stellen wir Ihnen die Projekte der Adolf-Kolping-Schule vor. 

Foto: Die Schülerinnen und Schüler der Umwelt-AG bei der Urkundenübergabe, eingerahmt von Kathrin Stein und Bürgermeister Stefan Rosemann links sowie Schulleiterin Katharina Sadeghian rechts.

 

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