Erasmus – Reise nach Finnland



LEGO-Technik, Roboter und ein bisschen Schnee

Das Erasmusprogramm führte Grundschüler der Hans Alfred Keller-Schule ins ferne Finnland. Von Siegburg über Frankfurt, Helsinki und Oulu ging es nach Sikajuki, wo Mitte Mai, wir sehen es auf dem Bild, der Winter noch nicht vertrieben war. Mit den Erasmuspartnern aus England und Spanien standen die Juniordelegierten in der Gumerus Schule, sangen "Bruder Jakob" in vier Sprachen und stellten sich auf Englisch gegenseitig vor. "Tervetuloa" - herzlich willkommen! - tönte es aus allen Ecken.

Zwei Besuchstage standen im Zeichen der Mathematik und Technik. In gemischten Vierergruppen programmierten die Kinder Roboter, konstruierten und bauten LEGO-Technik-Fahrzeuge und lösten mathematische Aufgaben, kombiniert mit Bewegung. Anfangs begegneten sich die Teilnehmer mit Zurückhaltung, beim Spielen und Lernen waren die sprachlichen Barrieren jedoch schnell vergessen. Englische Wörter und voller Einsatz von Händen und Füßen sorgten für Verständigung, die dank der Universalsprache des Sports beim finnischen Baseball vorzüglich gelang.

Zusammen fuhren die Partner nach Oulu, besuchten das Wissenschaftsmuseum für Kinder und hatten Gelegenheit, kleine Andenken zu kaufen. Dann nahte der Abreisetag und es ging mit Bus und Flieger wieder zurück ins schöne Siegburg. Die Kleinen lebten immer zu zweit in Gastfamilien, nahmen Eindrucksvolles aus dem finnischen Alltag mit. "Über den Tellerrand zu schauen und andere Bildungssysteme kennenzulernen, erweitert sowohl den schulischen als auch persönlichen Horizont", bestätigte Konrektorin Katharina Sadeghian, "und unsere Kinder zeigten, wie selbstverständlich sie anderen Kulturen und Lebensweisen begegnen und damit wesentliche Grundsteine für ein gelingendes Europa legen." Worauf sich die aus dem höchsten Norden Heimkehrenden am meisten freuten? Die nächtliche Dunkelheit Mitteleuropas.