Dass Deutschland „in Sachen Schulbibliotheken ein Entwicklungsland“ sei, machte der Mitbegründer der Landesarbeitsgemeinschaft Schulbibliotheken in Hessen vor fünf Jahren drastisch deutlich. Raummangel mag dabei genauso als Begründung gelten, wie das Fehlen eines engagierten Fördervereines. Im Stadtteil Zange nahmen sich Schulleitung und Förderverein der Grundschule vor einigen Monaten dieses Leerstandes an und krempelten die Ärmel hoch. Eine Schulbibliothek sollte her, das Bildungsangebot für die rund 100 Bücherwürmer der Zanger Grundschule erweitert werden. Der Verbund mit der Hans-Alfred-Keller-Schule stand vor den Sommerferien noch an, der Blick auf die gewünschte Kooperationsschule auf dem Deichhaus, die schon lange eine eigene Schulbibliothek besitzt, gab den Zangern eine gutes Vorbild. Doch woher nehmen? Weder Bücher für die Ausleihe, noch die räumlichen Voraussetzungen waren da. Und schon gar nicht die finanziellen Mittel. Auf der Suche nach Unterstützung des Projektes „Schulbibliothek“ wurde der Förderverein kreativ. Da wurden zunächst einmal Förderanträge geschrieben, unter anderem an die Kreissparkasse des Rhein-Sieg-Kreises. Und auch bei Unternehmen, die auf der Zange ansässig sind, wurde kräftig mit der Spenden-Box gerappelt. Das Projekt bekam von allen Seiten gute Zustimmung - mehr als 3000 Euro kamen zusammen. Und so konnte der Aufbau starten.

Mit engagierten Eltern und Lehrern wurde in den Sommerferien gestrichen, geräumt und gerückt ,und was sich dann im ehemaligen Musikraum entwickelte, kann sich heute wirklich sehen lassen: die eigene Schulbibliothek, die etwa 500 Kinder- und Jugend-Bücher besitzt, ist mehr als nur Buchausleihe oder -Lager. Der lichtgelbe Anstrich der Wände, die gemütliche Sitzecke mit dem Lesesofa und die Bücherregale, die auch als Raumteiler fungieren, und die vielen Kinder- und Jugend-Bücher, die zum spontanen Lesen einladen, machen die Schulbibliothek zu einer runden Sache. „Beim Zusammenstellen unserer Bücher haben wir auch darauf geachtet, dass viele unserer Bücher im Leseforum Antolin vertreten sind“, sagt Fördervereins-Vorstandsmitglied Nathalie Dumont. Die Inhalte der bei der Internet-Plattform Antolin vertretenen Bücher können unterrichtsbegleitend online abgefragt werden und stellen so eine wertvolle Rückmeldung über das Leseverständnis dar. „Eine rundum sinnvolle und schöne Sache, die jetzt auch auf der Zange die Leseförderung und die Freude am Buch hervorragend verbindet!“, freuen sich Schulleiterin Conny Huhn und ihre Konrektorin Katharina Hagen.

Unser Foto zeigt die Nachwuchs-Leseratten der Hans-Alfred-Keller-Grundschule Zange bei der Lektüre in der frisch eingeweihten Schulbibliothek.


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